UMA WOHNGRUPPE BERNHARDSTRASSE

Haus Bernhardstraße
Haus Bernhardstraße

Die Wohngruppe „Bernhardstraße“ für junge unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) stellt einen weiteren Baustein im Jugendhilfeangebot der GeSo dar, welcher den aktuellen Bedarfen in der Jugendhilfe Rechnung trägt.

Seit Sommer 2015 werden hier bis zu vier jugendliche Ausländer im Auftrag des Jugendamtes Trier in der GeSo im Rahmen einer engmaschig  betreuten Wohnform betreut.

Leitung: Sabrina Hain
Leitung: Sabrina Hain

Zielgruppe

In der Bernhardstraße werden männliche unbegleitete Ausländer ab ca. 16 Jahren betreut, deren Clearingverfahren abgeschlossen ist und die dauerhaft, oder zumindest bis zu ihrem 18. Geburtstag in Deutschland bleiben wollen und dürfen und die meist keine Familienangehörige in Deutschland haben.

Die Jugendlichen sind in der Regel schon gut integriert, d.h. sie sprechen einigermaßen gut deutsch und besuchen eine Schule oder machen eine Ausbildung.

Nicht betreut werden können Jugendliche mit akuten Suchtmittelabhängigkeiten, schwerer körperlicher Behinderung und Jugendliche, die aus anderen Gründen einen intensiveren Betreuungsrahmen benötigen.

Beispielzimmer
Beispielzimmer

Strukturqualität:

Das Haus „Bernhardstraße“ liegt im Trierer Ortsteil Heiligkreuz und besteht aus einem Haupthaus sowie zwei separaten Appartements. Es besteht eine sehr gute Busanbindung, (die Bushaltestelle befindet sich direkt vor der Haustüre).

In Trier gibt es alle Arten von Schulen, sowie vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten und ein breites Angebot für die Freizeitgestaltung.

In dem dreistöckigen Haus stehen zwei Einzelzimmer zur Verfügung. Das Haus verfügt außerdem über, eine kleine Wohnküche, ein Wohnzimmer zur gemeinsamen Nutzung sowie einen Sanitärbereich.

Im Anbau stehen zwei Appartements zur Verfügung, beide verfügen über eine eigene Küche sowie einen Sanitärbereich.

Des weiteren gibt es eine große Waschküche sowie ein Büro für Gespräche und Verwaltungstätigkeiten.

Zum Haus gehören außerdem ein Innenhof und ein Garten, der für verschiedene Freizeitaktivitäten genutzt werden kann.

Küche
Küche

Methodik/Spracherwerb/Tagesstruktur:

Die Betreuung in der Bernhardstraße erfolgt im Rahmen einer intensiven Form des betreuten Wohnens.

In der Regel ist eine Mitarbeiterin der GeSo-Jugendhilfe tagsüber nach den Schulzeiten  in der Bernhardstraße vor Ort, um die Jugendlichen individuell stundenweise bei Fragen und Problemen zu unterstützen und zu begleiten. Die Betreuung kann auch für mehrere Jugendliche gemeinsam stattfinden. In den späteren Abendstunden sowie in der Nacht besteht eine Rufbereitschaft, welche die Jungen bei Bedarf jederzeit in Anspruch nehmen können.

Um der besonderen Lebenssituation der unbegleiteten Ausländer gerecht zu werden, stehen verschiedene Aspekte ab Beginn der Maßnahmen im Fokus.

Bei den notwendigen Kontakten zu den Behörden, um den Asylstatus und die weitere Aufenthaltserlaubnis schnell zu klären, werden die Betreuten von den MitarbeiterInnen eng begleitet und kompetent unterstützt. Sie begleiten die Jugendlichen persönlich bei den Gängen zu den verschiedenen Institutionen und Ämtern und bei Bedarf auch zum Arzt.

Bei Sprachschwierigkeiten zu Beginn der Betreuung werden bei Bedarf verschiedene Dolmetscherinnen und Dolmetscher eingesetzt.

Die Jugendlichen besuchen in der Regel örtliche Schulen oder sind in Praktika bzw. Ausbildung. Am Nachmittag wird gemeinsam das Sprachlernen unterstützt sowie Alltagsfertigkeiten eingeübt/gelernt und verstärkt.

Das gemeinsame Zubereiten und Einnehmen der Mahlzeiten stellt hier einen besonders wichtigen Aspekt dar, um auf ein selbständiges Leben vorbereitet zu werden. Es besteht dann auch die Möglichkeit zum Ausgang und zu verschiedenen Sport- und Freizeitaktivitäten, insofern keine anderen Verpflichtungen bestehen.

Wohnzimmer
Wohnzimmer

Besondere Aufgaben und Ziele:

Neben den allgemeinen Entwicklungszielen für junge Menschen im Rahmen der Jugendhilfe werden bei den betreuten Jugendlichen in der „Berhardstraße“ weitere spezielle Ziele verfolgt und Perspektiven geschaffen.

Im Vordergrund steht hierbei (neben dem Spracherwerb) eine gelingende Integration in die Gesellschaft.

Die Jugendlichen werden deshalb regelmäßig mit der Kultur und den Gepflogenheiten in Deutschland vertraut gemacht, außerdem werden durch Mitgliedschaft in Vereinen u.ä. die sozialen Kompetenzen gefördert und zwischenmenschliche Beziehungen gebildet und gefestigt.

Wenn bei Jugendlichen innerhalb der Gruppe aufgrund ihrer Biografien oder Erlebnissen auf der Flucht ein erhöhter psychologischer Einsatz oder therapeutischer Bedarf bestehen, so wird dies individuell durchgeführt und begleitet.