Haus Karibu

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Filmportrait Haus Karibu
Haus Karibu
Haus Karibu

Die Wohngruppe „Haus Karibu“ für junge unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) stellt einen weiteren Baustein im Jugendhilfeangebot der GeSo dar, welcher den aktuellen Bedarfen in der Jugendhilfe Rechnung trägt.

Hausleitung Michelle Kuhn
Hausleitung Michelle Kuhn

Zielgruppe

Im „Haus Karibu“ werden männliche unbegleitete Ausländer ab 13 Jahren betreut, deren Clearingverfahren abgeschlossen ist und die dauerhaft, oder zumindest bis zu ihrem 18. Geburtstag in Deutschland bleiben wollen und können und die keine Familienangehörige in Deutschland haben.

Nicht betreut werden können Jugendliche mit akuten Suchtmittelabhängigkeiten, schwerer körperlicher Behinderung und sehr stark traumatisierte Jugendliche, die einen intensiveren Betreuungsrahmen benötigen.

Aufnahmeverfahren:

Wenn für einen minderjährigen unbegleiteten Ausländer das Clearingverfahren und die Inobhutnahme abgeschlossen sind und das zuständige Jugendamt zu dem Schluss kommt, dass dieser junge Mensch weiterhin in einer Anschlußmaßnahme der Jugendhilfe verbleiben soll und er einen Regelgruppenrahmen benötigt, gibt es hierfür eine Platzanfrage durch das Jugendamt bei der GeSo-Jugendhilfe.

Ab diesem Zeitpunkt läuft das Aufnahmeverfahren äquivalent zur Aufnahme eines deutschen Jugendlichen in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung.

Wohnzimmer
Wohnzimmer

Struktur

Das Haus Karibu liegt im Trierer Stadtteil Ehrang. Es besteht eine sehr gute Busanbindung zur Kernstadt in Trier, die Bushaltestelle befindet sich direkt vor der Haustüre.

In Ehrang sind alle lebenspraktischen Einrichtungen vorhanden (Geschäfte, Ärzte, etc.). In Ehrang und Trier gibt es alle Arten von Schulen, aber auch vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten und ein breites Angebot für die Freizeitgestaltung.

In dem großen umgebauten dreistöckigen Mehrfamilienhaus und dem in Bau befindlichen neugebauten Anbau in Trier-Ehrang stehen insgesamt zwölf Einzelzimmer zur Verfügung. Einige der Zimmer können aufgrund ihrer Größe bei Bedarf für einen befristeten Zeitraum mit Ausnahmegenehmigung auch als Doppelzimmer für zwei Jugendliche genutzt werden.

Das Haus verfügt über vier getrennte Sanitärbereiche und zwei große Küchen.

Des weiteren gibt es mehrere Funktionsräume (Aufenthaltsraum, Computer-/Internet-Raum, Waschküche) sowie zwei große Büros, welche auch als Besprechungsräume für Hilfeplangespräche, Teamsitzungen usw. dienen.

Zum Haus gehören außerdem ein überdachter Freisitz und ein großer Garten, der für verschiedene Freizeitaktivitäten genutzt werden kann.

Jugendzimmer
Jugendzimmer
Aufenthals- & Besprechungsraum
Aufenthals- & Besprechungsraum

Besondere Aufgaben und Ziele

Neben den allgemeinen Entwicklungszielen für junge Menschen im Rahmen der Jugendhilfe werden bei den betreuten Jugendlichen im „Haus Karibu“ weitere spezielle Ziele verfolgt und Perspektiven geschaffen.

Im Vordergrund steht hierbei (neben dem Spracherwerb) eine gelingende Integration in die Gesellschaft, sowohl im Ort, in der Nachbarschaft als auch in die Gesamtgesellschaft.

Die Jugendlichen werden deshalb regelmäßig mit der gesellschaftlichen Kultur und den Gepflogenheiten vertraut gemacht, außerdem werden durch Mitgliedschaft in Vereinen, die gruppenübergreifenden Kontakte zwischen verschiedenen Trägern mit UMA-Maßnahmen bei Sportveranstaltungen u.ä. die sozialen Kompetenzen gefördert und zwischenmenschliche Beziehungen gebildet und gefestigt.

Wenn bei Jugendlichen innerhalb der Gruppe aufgrund ihrer Biografien oder Erlebnissen auf der Flucht ein erhöhter psychologischer Einsatz oder therapeutischer Bedarf bestehen, so wird dies individuell durchgeführt und begleitet.

Um die Ziele umzusetzen, werden das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl des Jugendlichen systematisch gestärkt. Die Beziehung zwischen dem Jugendlichen und den Betreuern steigert die Motivation, sich mit der eigenen Lebenssituation auseinander zu setzen. So wird die Möglichkeit zur Entwicklung eigener Perspektiven gegeben.

Parallel dazu findet eine Beschulung entweder in der kleinen Schule im Ort oder durch die Flex-Fernschule statt, d. h. die Jugendlichen haben die Möglichkeit, nach der Rückkehr nach Deutschland wieder übergangslos eine Schule zu besuchen, bzw. den Hauptschul-/Realschulabschluss zu machen.